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Ach, Linke, Du und Dein Ehren-Parkschützer

Die Schatten, die die Landtagswahl 2016 voraus wirft, werden immer länger – und immer schwärzer. Wir verlinken aus gutem Grund auf den Kommentar von Zwuckelmann:

“ Es ist nichts dagegen zu sagen, dass man sein ehrenamtliches Engagement und Kontakte, die sich daraus ergeben, dazu nutzt, eine feste Anstellung zu bekommen. So geschehen im Falle von Matthias von Herrmann, seines Zeichens selbsterklärter Pressesprecher der Parkschützer (obwohl er eigentlich Pressesprecher der “Aktiven Parkschützer” ist, einer einzelnen kleineren Bezugsgruppe in der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21), und nun von der Presse verklärter „Kopf der Protestbewegung“ und gar „Ehren-Parkschützer“. […] Diese Personalie ist pikant und hat durchaus ein Geschmäckle.

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„Dann macht doch euern Dreck alleene“

 Kommentar von Konrad:

„Dann macht doch euern Dreck alleene“, soll Friedrich August III., bis dahin König von Sachsen, den Arbeiter- und Soldatenräten im November 1918 gesagt haben, als die ihn absetzten.

Wir würden die Damen und Herren des unauflöslichen Filzes aus Politik & Wirtschaft,
Militär & Finanzen, Kirchen & Medien lieber heute als morgen zum Teufel jagen.

Und dann – machen wir unsern Dreck alleene.

Weiß jemand, wie das geht?

„Baustopp selber machen“ ist (oder war?) in der Bewegung gegen S21 eine wichtige Parole. Und richtig: Was wir nicht selbst tun, nimmt uns kein anderer ab. Schon gar nicht eine Partei.
Parteien kennen nur ein Ziel: größer und stärker werden.

Demokratie funktioniert, wenn die Vernunft siegt – über die Unvernunft, über egoistische Leidenschaften und Interessen. So war ursprünglich der Gedanke.[1]
Wir haben gelernt: Gegen das „Prinzip S21“ (Prinzip BER, Prinzip …) richten Argumente nichts aus. Wer die Macht hat, macht sich sichtlich kaum Mühe, Einwände zu widerlegen. Es genügt, sie medienwirksam zurückzuweisen.

„Medienwirksam“ heißt: So, dass alle, die nicht mit viel Zeit und Hirn sich Fakten und Zusammenhänge erarbeitet haben, sagen (müssen): „Es ist wohl tatsächlich so.“ Wenn sie das nicht wollen, haben sie nur die Alternative, den „eigenen“ Fachleuten zu vertrauen.
Autonome politische Subjekte sind sie auch dann nicht. Zu all den (elektronischen) Unterschriften, die wir leisten, haben wir oft nicht das Wissen, das eigentlich nötig wäre. Wir vertrauen meist auf das Wissen anderer. Leithammel und -kühe scheinen unvermeidlich zu sein.

Der Grundsatz lautet: Macht kann nur die Durchsetzung des politischen Willens der aktiven BürgerInnen gebrochen werden.

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