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Initiative zum Losverfahren und Wahlen in der Schweiz

Am 18. Oktober haben die Schweizerinnen und Schweizer ihren Nationalrat (vergleichbar mit dem deutschen Bundestag) gewählt. Obwohl im Vorfeld über die Asylpolitik eine heftige Debatte geführt wurde, hat dies nicht zu einer signifikant höheren Wahlbeteiligung als bei vorangegangenen Wahlen geführt. Die Wahlbeteiligung lag bei gerade mal 48,4%. Im Klartext heißt dies Folgendes: Etwa 2,5 Millionen abgegebene Stimmzettel verleihen der Politik eine Scheinlegitimation, Politik zu machen, die über alle Lebensbereiche der 8,28 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz bestimmt. Ist das repräsentativ?

Wohl kaum. Das sieht auch Charly Pache so. Er ist der Ansicht, der Nationalrat spiegele die Gesellschaft in der Schweiz nicht wider: «Die heutigen Parlamentarier sind vor allem Männer in den Fünfzigern, die Recht oder Wirtschaft studiert und in der Armee Karriere gemacht haben.» Er hat deshalb mit anderen kritischen Demokratinnen und Demokraten die Volksinitiative «Generation Nomination» ins Leben gerufen. Die Initiative will erreichen, dass zukünftig das Los über die Besetzung der Ämter im Nationalrat entscheidet (also das Prinzip der Demarchie). Zum Artikel….