Hintergrund

Wozu überhaupt eine „Gläserne Urne“ ?

Die zunehmende Verflechtung von Lobbyinteressen und Politik, massive Privatisierungen und die Aushölung des Sozialstaats pervertieren unser demokratisches System und verformen es bis zur Unkenntlichkeit. Die Folge sind falsche und schädliche politische Entscheidungen, die das Wohl vieler gefährden, um den Gewinn einiger weniger zu maximieren.

Gaskessel3Am Beispiel Stuttgart 21 wurde den Initiatoren deutlich, dass die Teilnahme an demokratischen Prozessen mit pseudodemokratischen Spielregeln immer wieder als Legitimation eines völlig fehlgeleiteten Projektes ausgelegt wurde. Das Mitspielen schwächte jedes Mal die Bürgerbewegung und diente den Partikularinteressen der wenigen Profiteure. Das kann nicht das Ziel demokratischer Prozesse sein.

Als überzeugte Demokraten wollen wir dieser gefährlichen Entwicklung nicht weiter tatenlos zusehen. Wir wollen mitmachen ohne mitzuspielen. Als Demokraten möchten wir uns an Wahlen beteiligen, sehen aber weit und breit keine Kandidaten, die willens oder in der Lage wären, sich gegen den übermächtigen Druck der Lobbyisten, der Vertretern von Banken-, Wirtschafts- und Verbandsinteressen zu wehren.

Mit der Teilnahme an Wahlen, die unter solchen Bedingungen stattfindet, würden wir mit unserer Stimmabgabe die Fortsetzung dieser Fehlentwicklung legitimieren. Das würde bedeuten, zum soundsovielten Male das kleinere Übel zu wählen in der trügerischen Hoffung, das größere Übel zu verhindern. Es würde wieder einmal bedeuten mitzuspielen.

Wir wollen jedoch mitmachen.

Wir wollen unsere Interessen selbst in die Hand nehmen. Wir Bürger müssen die Opposition zum etablierten Politikbetrieb sein, der ausschließlich von Partikularinteressen gesteuert wird. Wir werden so lange dagegenhalten und uns einmischen, bis die politischen Strukturen endlich eine Politik zugunsten des Gemeinwohls zulassen.

IMG_3263(1)Mit der „Gläsernen Urne“ bieten wir deshalb zum wiederholten Mal eine Möglichkeit, die Stimmen derjenigen sichtbar zu sammeln, die keine Partei und keinen der Kandidaten wählen, aber auch nicht in der Masse der unpolitischen Nicht- oder Ungültigwähler untergehen wollen. Denn unsere Forderung ist klar: Erst wenn das Gemeinwohl wieder im Mittelpunkt parteipolitischen Engagements steht, nicht Wirtschaftsinteressen, erst wenn die Politik einen demokratiekonformen Markt einfordert anstatt einer marktkonformen Demokratie das Wort zu reden, werden wir sie wieder wählen.

Damit bieten wir eine Alternative, die es erlaubt, demokratisch mitzumachen, ohne postdemokratisch mitzuspielen!

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