Bosnien-Herzegowina: Frust und Unzufriedenheit vor den Wahlen

Spannender Beitrag des Deutschlandfunks über den Wahlboykott-Aufruf in Bosnien-Herzegowina. Überall kommen die Menschen angesichts von Korruption, Demokratieabbau und sozialer Ungerechtigkeit zum selben Entschluss: Mitmachen ja, aber ohne mitzuspielen. Phantastisch!

„Bei den kommenden Wahlen sieht Nedim keine Partei, die er wählen könnte. Für ihn ist klar: Es wird nur eine andere Konstellation im ewig sich drehenden Karussell korrupter und sich selbst bereichernder Politiker geben. Und doch sind er und seine Mitstreiter nicht untätig geblieben. Mit Plakaten und anderen Aktionen haben sie zum Boykott aufgerufen, um so den Politikern einen Strich durch die Rechnung, beziehungsweise auf den Wahlzettel zu machen. Nur so kann der allgemeinen Unzufriedenheit eine Stimme gegeben werden, sagt auch Ines Tanovic, die sich an der Kampagne beteiligt:

„Wir werden die Situation nicht verändern, indem wir bei diesen Wahlen wählen gehen. Was wir aber machen können: Unseren Wahlzettel ungültig abgeben. Um zu zeigen, dass es eine große Anzahl von uns gibt, die überhaupt keine politische Option haben.“

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